Acht Fragen zum Thema Coaching

Über Coaching gibt es eine Vielzahl von Publikationen und eine Vielzahl von Ansichten und Meinungen. Hier erfahren Sie, wie wir Coaching verstehen - damit Sie einschätzen können, wie unsere Coaches arbeiten.

1. Was ist Coaching?

Coaching ist ein zielgerichteter, psychologischer Prozess, der die Verbesserung Ihrer Arbeitssituation unter Einbeziehung Ihrer Persönlichkeit erreichen soll.
Coaching beruht auf Ihrer Freiwilligkeit, nur wenn Sie den Zielen und Methoden zustimmen, ist echte Veränderung möglich. Meistens geht es um Leistungsverbesserungen oder die Minderung von Störungen z.B. bei Konflikten, Veränderungen, Belastungen.

2. Wie verläuft ein Coachingprozess?

Nach der Kontaktaufnahme durch Sie als Interessenten findet ein Erstgespräch (ca. 60 min.) im Coachingbüro statt (andere Orte gegen Aufwandserstattung). Sie erzählen von Ihrer Situation und definieren mit Ihrem ausgewählten Coach Ziele für eine Zusammenarbeit.

Ist als Aufraggeber ein Unternehmen/eine Organisation beteiligt, so wird diese/s in die Auftragsklärung mit einbezogen. Je nach Situation finden separate oder gemeinsame Gespräche mit den Entscheidern/Vorgesetzten und den Coachinginteressierten statt.

3. Wann sollten Sie ein Coaching in Anspruch nehmen?

Genau dann, wenn Sie eine Problemstellung sehen oder spüren und Sie mit Ihren bisherigen Bewältigungsstrategien (Nachdenken, Aufschreiben, Gespräch mit Partner/in oder Freunden) nicht zu einer Lösung kommen konnten.

4. Was ist Anlass für ein Coaching?

Hier einige Beispiele:
• jemand befindet sich in einer Veränderungsphase und möchte sich orientieren und reflektieren (neue Stelle, Berufseinstieg, (geplante) Existenzgründung, Kündigung etc.)
• jemand möchte seinen Umgang mit seinen Mitarbeitern oder seiner Tätigkeit verbessern (Führungsrolle klären, Burnout, Konflikte, Motivation etc.)
• jemand möchte im Umgang mit sich selbst eine Veränderung angehen (Burnoutgefährdung, Stress, Ausgleich von Arbeit und Freizeit, Erholung, mehr Klarheit für wichtigen Entscheidungen, Selbstmotivation etc.)

5. Wie unterscheidet sich Coaching von Psychotherapie?

Psychotherapie zielt darauf ab, psychische Störungen zu mindern bzw. den Umgang damit zu verbessern. Coaching ist primär für Menschen, die (noch) nicht unter einer psychischen Störung leiden, sondern ihre Leistungsfähigkeit in Bezug auf ihre Tätigkeit verbessern oder Blockaden und Hemmnisse in Bezug auf diese überwinden wollen. Coaching bedient sich psychologischer und psychotherapeutischer Methoden. Aber: Coaching ist keine Psychotherapie - hierfür kooperieren wir mit therapeutischen Stellen vor Ort bzw. bauen für Sie einen Kontakt in Ihrer Nähe auf und geben Empfehlungen ab.

6. Wie unterscheidet sich Coaching von Supervision?

Diese Frage wird wohl jeder Coach bzw. Supervisor anders beantworten. Wenn ein Supervisor einen Coach bei der Arbeit beobachtet, würde er vielleicht sagen, der Coach supervidiere und umgekehrt.
Supervision ist die ältere der beiden Professionen. Sie stammt ursprünglich aus dem sozialen Arbeitsbereich, während Coaching eher als Antwort auf die veränderten Anforderungen an die Personalentwicklung in der Wirtschaft entstanden ist.
Eine mögliche Unterscheidung könnte sein, dass Coaching eher lösungsorientiert ist, während Supervision „super-vidiert“, also über eine Sache herüberschaut und dabei Hintergründe und Zusammenhänge zu verstehen versucht. Wichtiger als die Frage nach Coaching oder Supervision ist meines Erachtens die Person des Coaches bzw. Supervisors.
Bringt er die erforderliche fachliche und inhaltliche Kompetenz mit? Baut sich in der Beziehung zu Ihrem Coach Vertrauen auf? Aus dem Bereich der Psychotherapie ist bekannt, dass der therapeutische Erfolg zu 70% von der persönlichen Beziehung zum Therapeuten abhängt und nicht in erster Linie von der eingesetzten Therapierichtung.

7. Wie unterscheidet sich Coaching von Fortbildungen?

Fortbildungen dienen dazu, sich mit neuen Methoden und Modellen auseinander zu setzen und den Umgang mit ihnen im beruflichen Alltag zu erlernen. Ausgangspunkt ist immer ein eher allgemeines Thema, z.B. „Mitarbeiter motivieren“ oder „Konflikte besser lösen“.
Im Coaching sind Ihre individuelle Person und Situation der Ausgangspunkt – die von Ihnen eingesetzte Zeit wird damit viel gezielter nutzbar gemacht, sie ist ausgerichtet auf Ihre individuelle Zielerreichung. In einer Fortbildung geht es zudem um die Einübung neuer Verhaltensweisen, im Coaching steht Ihre Persönlichkeit und deren Entwicklung im Vordergrund.

8. Wem gegenüber sind wir als Coaches verpflichtet?

In erster Linie uns selbst, dann dem Coachingnehmer als Gegenüber, dann dem Prozess und zuletzt dem Auftraggeber. Dies bedeutet ganz konkret, dass Ihr ausgewählter Coach einen Coaching-Auftrag nur annimmt, wenn er selbst an die Zielerreichung glaubt und dass er keine Handlungen unternimmt, die gegen sein Gewissen verstoßen.
Dem Coachingnehmer verpflichtet zu sein, bedeutet für uns, uns ganz auf ihn einzulassen und ihn in seinen Belangen „un-bedingt“, also ohne Bedingungen, ernst zu nehmen. Weiterhin ist Ihr Coach verantwortlich für den Prozess, d.h. gestaltet er die Sitzungen bewusst und initiiert und begleitet gezielt und mit Einverständnis des Coachingnehmers seine Reflektions- und Veränderungsprozesse.
Erst zuletzt sind wir dem Auftraggeber gegenüber verpflichtet, insbesondere den Zeit- und Kostenrahmen einzuhalten und Verschwiegenheit in allen Belangen des Unternehmens zu bewahren. Dass der Auftraggeber hier nach dem Coachingnehmer benannt wird, bedeutet, dass wir keine Zielsetzungen des Auftraggebers verfolgen, die nicht in Freiwilligkeit mit dem Coachingnehmer abgestimmt sind. Hierauf liegt unser Augenmerk bei der Auftragsklärung.
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